Stillen ist für viele Mütter ein wichtiger Teil der ersten Lebensmonate ihres Babys. Doch nicht immer klappt das Stillen problemlos oder es entstehen Situationen, in denen Muttermilch abgepumpt werden muss. Eine Milchpumpe kann dabei eine wertvolle Unterstützung sein. Statt direkt ein Gerät zu kaufen, entscheiden sich viele Frauen dafür, eine Milchpumpe zu leihen. Besonders praktisch ist das Ausleihen über eine Apotheke.
In diesem Beitrag erfahren Sie, wie das Ausleihen einer Milchpumpe funktioniert, wann ein Milchpumpe-Rezept ausgestellt werden kann, welche Kosten entstehen und welche Tipps das Abpumpen erleichtern.
Muttermilch bietet Babys eine optimale Nährstoffversorgung. Dennoch gibt es zahlreiche Gründe, warum das Abpumpen notwendig oder hilfreich sein kann:
Gerade in medizinisch begründeten Fällen empfehlen Hebammen, Stillberaterinnen oder Ärzte häufig eine elektrische Milchpumpe.
Bei Frühgeburten oder wenn das Baby nicht effektiv trinken kann, wird häufig bereits innerhalb der ersten Stunden nach der Geburt mit dem Abpumpen begonnen. Dadurch wird die Milchbildung angeregt.
Wenn das Stillen gut funktioniert, sollte zunächst die Stillbeziehung etabliert werden. Nach einigen Wochen kann das gelegentliche Abpumpen sinnvoll sein, um einen kleinen Vorrat anzulegen oder andere Betreuungspersonen einzubinden.
Viele Mütter beginnen einige Wochen vor dem Wiedereinstieg ins Berufsleben damit, regelmäßig Milch abzupumpen und einzufrieren. So entsteht ein Vorrat und das Baby kann sich an die Fütterung mit Flasche oder Becher gewöhnen.

Gerade zu Beginn braucht das Abpumpen etwas Übung. Mit den richtigen Strategien gelingt es oft deutlich leichter.
Stress kann den Milchspendereflex hemmen. Deshalb helfen:
Wer die Milchbildung steigern möchte, sollte regelmäßig abpumpen. Der Körper orientiert sich an der Nachfrage.
Empfehlenswert sind:
Eine schlecht sitzende Brusthaube kann Schmerzen verursachen und die abgepumpte Milchmenge reduzieren. Viele Hersteller bieten unterschiedliche Größen an.
Während der Stillzeit leistet der Körper täglich Erstaunliches: Für die Produktion von Muttermilch benötigt er zusätzliche Energie, Nährstoffe und Flüssigkeit. Zwar müssen stillende Mütter nicht „für zwei essen“, dennoch steigt der Kalorienbedarf im Durchschnitt um etwa 400 bis 500 Kalorien pro Tag – abhängig davon, wie viel gestillt oder abgepumpt wird.
Besonders wichtig ist es, regelmäßig zu trinken. Viele Frauen verspüren während des Stillens oder Abpumpens automatisch Durst. Hören Sie auf dieses natürliche Signal und halten Sie am besten immer ein Glas Wasser oder ungesüßten Tee bereit. Eine feste Trinkmenge gibt es nicht, doch die Urinfarbe kann ein guter Indikator sein: Ist sie hell, spricht das meist für eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr.
Auch eine ausgewogene Ernährung kann das Wohlbefinden während der Stillzeit unterstützen. Empfehlenswert sind:
Abgepumpte Muttermilch sollte hygienisch aufbewahrt werden:
| Aufbewahrungsort | Haltbarkeit |
| Raumtemperatur | bis zu 4 Stunden |
| Kühlschrank | bis zu 4 Tage |
| Gefrierfach | mehrere Monate |
Die genauen Empfehlungen können je nach Gesundheitsorganisation variieren.

Für die meisten medizinisch bedingten Situationen ist eine geliehene Klinikpumpe oft die leistungsstärkere und wirtschaftlichere Lösung.
Wer eine Milchpumpe nur vorübergehend benötigt, profitiert häufig von einem Leihgerät. Moderne elektrische Milchpumpen sind leistungsstark, hygienisch und speziell für die regelmäßige Anwendung entwickelt.
Eine geliehene Milchpumpe bietet mehrere Vorteile:
Viele Apotheken arbeiten mit führenden Herstellern zusammen und halten geprüfte Geräte für stillende Mütter bereit.
Wenn Sie eine Milchpumpe in der Apotheke leihen möchten, läuft der Prozess meist unkompliziert ab:
Wichtig: Aus hygienischen Gründen werden Zubehörteile wie Schläuche, Brusthauben oder Flaschen in der Regel nicht weiterverwendet. Diese erhalten Sie neu.
Ein Arzt kann ein Rezept ausstellen, wenn eine medizinische Notwendigkeit vorliegt. Dazu gehören beispielsweise:
Das Rezept wird häufig vom Frauenarzt, Kinderarzt oder in der Geburtsklinik ausgestellt.
Bei Vorlage eines gültigen Rezepts übernehmen viele Krankenkassen die Leihgebühr vollständig. Eventuell müssen lediglich Zubehörsets oder Verbrauchsmaterialien selbst bezahlt werden.
Da sich die Regelungen je nach Krankenkasse unterscheiden können, lohnt sich eine kurze Rückfrage bei Ihrer Versicherung oder der ausleihenden Apotheke.
Nicht jede Apotheke führt automatisch Leih-Milchpumpen. Deshalb empfiehlt es sich, vorab telefonisch nachzufragen oder online nach Apotheken zu suchen, die diesen Service anbieten.
Viele Apotheken beraten zusätzlich zu:
So erhalten Sie nicht nur das passende Gerät, sondern auch kompetente Unterstützung rund ums Stillen und Abpumpen.
Eine Milchpumpe zu leihen ist für viele Familien eine praktische und kostengünstige Lösung. Besonders die Milchpumpe-Leihe in der Apotheke ermöglicht einen schnellen Zugang zu hochwertigen Geräten und fachkundiger Beratung. Mit einem entsprechenden Milchpumpe-Rezept übernehmen Krankenkassen häufig die Leihkosten.
Wenn Sie sich fragen, ab wann Milch abpumpen sinnvoll ist oder wie das Abpumpen möglichst angenehm gelingt, helfen Hebammen, Stillberaterinnen und Apotheken mit individueller Unterstützung weiter. So können Sie den für sich und Ihr Baby passenden Weg finden und die Vorteile der Muttermilch flexibel nutzen.
Quellen:
Bundesärztekammer: https://www.bundesaerztekammer.de/fileadmin/user_upload/_old-files/downloads/pdf-Ordner/Patienteninformationen/milchstau-mastitis.pdf (abgerufen am 17. Juni 2026) Alternativ auch hier einzusehen.
DocMedicus: https://www.gesundheits-lexikon.com/Schwangerschaft-Stillphase/Stillen-Muttermilch-Medikamente-uebertragbare-Krankheiten/Zusammensetzung-der-Muttermilch (abgerufen am 17. Juni 2026)
Uni Hamburg: https://www.sign-lang.uni-hamburg.de/glex/konzepte/l7818.html (abgerufen am 17. Juni 2026)