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Erkältung: Warum die Gefahr im Frühjahr hoch ist

09.02.2022

Die Tage werden wieder länger, die Sonne strahlt und der Frühling liegt bereits in der Luft. Kann man sich im Frühling überhaupt noch eine Erkältung holen? Die schlechte Nachricht: Mit dem Winter endet nicht automatisch auch die Erkältungszeit. Doch warum ist die Gefahr einer Erkältung auch im Frühjahr noch gegeben? Und was können wir tun, um gesund und fit durch den Frühling zu kommen?

Warum erkälten sich so viele Menschen im Frühling?

Wenn es in Richtung Frühling geht, haben Schnupfenviren oftmals gute Karten. Die langen, dunklen Wintermonate haben dem Immunsystem zugesetzt und die Abwehrkräfte sind möglicherweise noch nicht wieder ganz auf der Höhe.

Die ersten Sonnenstrahlen sind natürlich verlockend und wir wollen im Frühjahr so viel Zeit wie möglich unter freiem Himmel verbringen. Gehen wir am frühen Nachmittag aus dem Haus, mag es noch angenehm warm sein und wir gehen in T-Shirt und kurzer Hose ins Freie. Gegen Abend wird es im Frühling jedoch oftmals noch empfindlich kalt. Wer dann keine Jacke dabei hat, friert. Kühlt der Körper aus, kann ihn das anfälliger für Infektionen mit Bakterien und Viren machen.

Oftmals sind im Frühling auch noch die Heizungen in Betrieb. Das heißt, in den Innenräumen herrscht trockene Heizungsluft. Die trockene Luft kann die Schleimhäute austrocknen und anfälliger für Infektionen machen.

Wer seine Abwehrkräfte nach dem Winter stärken möchte, kann sich mit Wechselduschen und Saunagängen auf den Temperaturwechsel vorbereiten. Viel Bewegung an der frischen Luft und eine gesunde Ernährung mit viel Obst und Gemüse stärken den Körper ebenfalls. Zusätzlich kann es hilfreich sein, eine Nasendusche zu verwenden und die Schleimhäute in der Nase mit einem Meerwasser-Spray feucht zu halten.

Erkältung im Frühjahr – wie lange bin ich krank?

Egal, ob man sich im Winter oder im Frühling erkältet, die Dauer einer Erkältung ist immer etwa gleich und auch der Verlauf unterscheidet sich nicht. So läuft eine Erkältung im Frühjahr ab:

  • Zu Beginn der Erkältung zeigen sich Symptome wie Kopfschmerzen, trockener Husten, Gliederschmerzen, allgemeines Krankheitsgefühl und ein Kratzen im Hals. In den ersten ein bis zwei Tagen sind die Symptome noch leicht.
  • In den nächsten Tagen werden die Symptome der Erkältung stärker. Aus dem Kratzen im Hals werden Halsschmerzen, es kommen Schluckbeschwerden, Husten und Schnupfen hinzu. Bei einer Erkältung kann sich auch leichtes Fieber zeigen.
  • Je nach Stärke der Erkältung ist diese nach vier bis neun Tagen überstanden. Die Symptome klingen ab. In manchen Fällen kann noch für einige Zeit danach ein Reizhusten bestehen.
     

Nach zehn Tagen sollten die Symptome der Erkältung verschwunden sein. Dauern die Beschwerden länger, so ist es sinnvoll, einen Arzt aufzusuchen. Es könnte sich auch um eine echte Grippe handeln. Es ist auch möglich, dass zusätzlich zu der Infektion mit Viren eine Infektion mit Bakterien gekommen ist. Man spricht dann von einer bakteriellen Superinfektion. Die Dauer einer Erkältung kann mit Medikamenten in der Regel nicht verkürzt werden, aber die Beschwerden lassen sich durch entsprechende Mittel aus der Apotheke lindern.

Mehr Gesundheitsinformationen finden Sie auf www.gesundinformiert.de.

 

 

Referenzen

Gemeinschaftspraxis Dr. Rieß & Dr. Ziegenspeck (o. J.). Mit dem Frühling kommt der Schnupfen. Link
GeloProsed (o. J.). Erkältung im Frühjahr – Ursachen und Dauer. Link