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Coronavirus und Grippe: Doppelinfektion begünstigt schwere Verläufe

30.11.2022

Im Herbst und Winter war schon immer Grippesaison. Neben den vielen grippalen Infekten, die sich durch verstopfte Nasen, Husten, Hals- und Kopfschmerzen äußerten, war dann auch die echte Grippe - die Influenza - auf dem Vormarsch. Diese kann zu denselben Symptomen, allerdings in verstärkter Form, und zu Fieber führen, im schlimmsten Fall kommt es zu einer Lungenentzündung, die tödlich enden kann. Seit 2020 hat auch das Corona-Virus zu diesen Jahreszeiten Hauptsaison. Wer sich mit beiden Viren gleichzeitig infiziert, bei dem besteht unter Umständen eine große Gefahr, dass mindestens eine der Krankheiten einen schweren Verlauf nimmt. 

Wie gelangen die Viren in den Körper?

Beide Virenarten haben einiges gemeinsam: Die Virenstämme können sich dauernd schnell und gefährlich verändern, deshalb ist es möglich, dass sich Menschen regelmäßig mit beiden infizieren. Außerdem werden beide von Mensch zu Mensch durch kleinste Tröpfchen übertragen. Diese gelangen beim Husten, Niesen oder Sprechen aus den infizierten Atemwegen entweder direkt zu den anderen Personen oder verbreiten sich mit Aerosolen als kleinste Teilchen in die Luft und werden von anderen Menschen eingeatmet. Auch eine Schmierinfektion ist möglich, wenn sich virenhaltiges Sekret auf Oberflächen befindet, die ein anderer Mensch anlangt und es dann in die Nähe der eigenen Atemwege - zum Beispiel durch das Greifen ins Gesicht - bringt. 

Was machen Grippe und Covid19 im Körper?

Bei der Grippe können sich nach ein bis zwei Tagen bereits die ersten Symptome wie erhöhte Temperatur, Schwächegefühl oder Muskel- und Kopfschmerzen zeigen, anschließend kann es zu trockenem Reizhusten und Fieber kommen. Allgemein dauert die Erkrankung ca. fünf bis sieben Tage. Bei der Krankheit Covid19 machen sich die Symptome oft erst sechs bis 12 Tage nach der Infektion bemerkbar. Diese sind ähnlich wie bei der Grippe: Trockener Husten, Schnupfen, Kopf- und Gliederschmerzen, eventuell der Verlust von Geschmacks- und Geruchssinn. Bei beiden Infektionen kann es sowohl zu sehr leichten Verläufen kommen, bei denen die Betroffenen kaum bis gar nicht merken, dass sie infiziert sind, als auch zu sehr schweren Verläufen, die im schlimmsten Fall mit einer Lungenentzündung oder sogar tödlich enden können. 

Die gefährliche Doppelinfektion 

Wer sich mit gleich beiden Viren infiziert, bei dem wird der Körper gleich doppelt belastet. Wer wissen will, ob sie oder ihn das betrifft, kann einen Antigen- oder PCR-Test zum Coronavirus machen und sich beim Arzt auch auf den Grippevirus testen lassen. Allerdings gilt auch bei der Doppelinfektion: Manche Patienten haben kaum Symptome und Beschwerden, andere, besonders ältere und vorerkrankte Menschen, kann es viel härter treffen. Was kann man tun, um die Gefahr dafür zu minimieren? Die offizielle Empfehlung des Gesundheitsministeriums ist es, sich gegen beide Viren ausreichend impfen zu lassen. Gegen das Grippevirus gibt es jährlich einen angepassten Impfstoff und auch gegen das Coronavirus wurde ein angepasster Impfstoff entwickelt. Lassen Sie sich beim Arzt, der Apotheke oder in einem Impfzentrum beraten, wie und wann Sie sich am besten impfen lassen sollten.

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